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Neue Galerie “Lüneburg”

In den letzten Monaten haben sich doch einige Bilder aus Lüneburg angesammelt, die ich keiner besonderen Thematik zuordne. Diese Bilder findet ihr in der neuen Galerie Lüneburg .

Analog oder digital fotografieren – oder beides?

Schon vor der Neugestaltung meiner Homepage hatte ich geschrieben, dass mich der „Analog-Virus“ gepackt hatte. Also war ich in den letzten Wochen des öfteren mit meiner Minolta XD-5 samt Objektiven von 24-200mm unterwegs.

Mittlerweile habe ich ein gutes Dutzend Farbfilme, vornehmlich Portra, aber auch Ektar 100, belichtet, entwickeln und scannen lassen. Hier kommt mein Fazit, dass sich ausschliesslich auf Kleinbild bezieht:

Ich bin ja mit Filmkameras gross geworden. So gesehen war das Fotografieren mit der Minolta wie ein Flashback in alte Zeiten. Das Laden der Filme, das Klacken des Spiegels, das Weiterspulen des Films – Erinnerungen wurden wach. Trotzdem musste ich ziemlich kräftig Lehrgeld zahlen. Es gibt halt keine Möglichkeit, das Bild nach der Aufnahme zu kontrollieren.

Das Entwickeln ist wahrscheinlich die unkritischste Phase, werden doch sowohl Negativ- als auch Diafilme in standardisierten Prozessen, C41 bzw. E6, entwickelt. Dies und das Scannen liess ich von drei unterschiedlichen Laboren vornehmen. Alle Labore scannten die Filme mit einem Fuji Frontier 3000. Man erhält dann Scans mit ca. 18-20 MB pro Bild, entweder im Jpeg- oder Tiff-Format. Ein einzelnes Negativ liess ich abfotografieren. Dies passierte mit einer Vollformatkamera von Sony – ich vermute eine A7RIII. Ich erhielt eine Jpeg-Datei (Tiff wäre auch möglich gewesen) mit 24MB.

Und das Ergebnis? Ja, man sieht, dass jeder Film seine Eigenschaften hat. Der Ektar 100 ist sehr kräftig in den Farben und sehr feinkörnig, die verschiedenen Portra-Filme sind farblich eher zurückhaltend und, zumindest der Portra 160, feinkörnig. Vor allem die Portras kann man kräftig überbelichten. der Ektar sollte möglichst korrekt belichtet werden. Die Scans zeigen das gut. Ich muss dazu sagen, dass es zwischen den Laboren und mir keine Absprachen bezüglich der Scans gab. Ich liess halt einfach machen. Meine Aufnahmefehler wurden offensichtlich. Aber es gibt ja PS oder Affinity….. Das abfotografierte Dia kann mMn gut mithalten. Durch das in SonyKameras integrierte DRO (hat meine A6000 auch) werden auch Details in ziemlich überbelichteten Bildbereichen sichtbar. Der jeweilige Film-Look allerdings verschwindet weitestgehend. Es wird halt ein Bild im Sony-Style.

Der grosse Hinkefuß sind die Kosten. Addiert man sämtliche Aufwendungen – Film, Porto, Entwicklung und Scans – kommt man schnell auf rund 1 Euro pro Negativ. Dazu kommt als zweiter Nachteil der zeitliche Aufwand. Ca. eine Woche dauert es, bis die Scans abrufbereit sind.

Obwohl das Fotografieren mit den analogen Filmkameras richtig Spaß macht, werde ich wohl weiter digital fotografieren und nur ab und an zur Minolta greifen.

Bedenkt bitte, dass sich meine Eindrücke nur auf Kleinbildformat (24x36mm) beziehen. Im Mittelformat oder sogar bei Großbild mag man zu anderen Ergebnissen kommen.